Pflege und Futter

So richtest du deinen Raupenkasten ein!

Auf den Boden des Kastens legst du ein Haushaltspapier. Das zieht überschüssige Flüssigkeit auf, fängt den Kot der Raupen auf und kann ganz einfach gewechselt werden. Stelle ein Fläschchen mit Wasser und der Futterpflanze in den Kasten. Dichte das Fläschchen mit Haushaltspapier ab, damit die Raupen nicht reinfallen können. Es ist wichtig, dass du die Raupen nur mit ihrer Wirtspflanze (z. B. Brennnesseln) fütterst. Stelle den Kasten an einen hellen Ort in der Wohnung, vermeide aber direkte Sonneneinstrahlung, damit die Pflanzen länger halten.

So fütterst du deine Raupen

Nicht alle Raupen fressen dasselbe. Es ist daher umso wichtiger, dass du nur Raupen nach Hause nimmst, die du kennst. Womöglich fütterst du sie sonst mit dem falschen Futter. Am besten nimmst du immer etwas von der Pflanze mit, auf der du die Raupe gefunden hast. Mit dem Flyer, den du zum Raupenkasten bekommst, kannst du auch gut die verschiedenen Raupenarten bestimmen. Das funktioniert auch mit dieser Website. Die verschiedenen einheimlichen Raupenarten und die Angaben, welche Raupe was frisst, findest du hier: Raupen finden

Was fressen die Raupen?

Das Futter muss sauber und frei von anderen Insekten sein. Am besten schüttelst du es aus und spülst es unter Wasser ab, damit sich keine Insekten mehr darauf befinden. Ein paar Blätter des Futters sollten die Wände des Kastens berühren, damit herabgefallene oder frisch eingebrachte Raupen das Futter erreichen können. Suche dir eine gute Futterstelle nahe von zu Hause, wo du leicht und schnell neues Futter für deine Raupen holen kannst.

So sorgst du für Frische

Raupen mögen es sauber. Reinige am besten alle zwei Tage den Raupenkasten und erneuere das Futter, sobald es nicht mehr frisch aussieht. Nimm zum Reinigen den ganzen Inhalt aus dem Kasten und wische ihn mit einem trockenen Tuch aus. Lege ein neues Haushaltspapier auf dem Boden aus. Wichtig: Fasse die Raupen nie an, sie sind sehr verletzlich. Wenn nötig kannst du ein Räupchen mit einem weichen, feuchten Pinsel auf ein Papier- oder Karton­­stück schieben. Klammert sich eine Raupe an das verbrauchte Futter, stellst du ein zweites Glas mit frischem Futter daneben. Sie krabbelt dann von selbst auf das frische Futter und du kannst das alte entfernen.

Weitere wichtige Infos in Kürze

  • Manche Schmetterlingsarten legen bis zu 200 Eier auf einmal, andere nur ein Einzelnes ei oder sechs bis acht Eier in kleinen Türmchen. Ein einzelnes Ei ist nur wenige Millimeter gross.
  • Mach dir keine Sorgen, wenn deine Raupen plötzlich eine andere Farbe haben. Sie häuten sich, wenn sie vom Fressen zu dick geworden sind. In dieser Zeit sind sie auch auffällig träge.
  • Fasse die Raupen nicht an. Wenn sie runterpurzeln, stelle ihnen ein Ästchen hin.
  • Raupen wachsen schnell. Sammle am besten nur die Kleinen (bis 2 cm). Die grossen sind leider oft von Parasiten befallen und sterben, bevor sie sich verpuppen können.
  • Es kommt so oder so immer wieder vor, dass Raupen sterben oder verpuppte Tiere nicht schlüpfen. Das ist normal. In der Natur überleben nur 2 von 100 Raupen.
  • Wenn die Hälfte deiner Raupen sich verpuppen und die Schmetterlinge schlüpfen, hast du erfolgreich Raupen gezüchtet.
  • Sammle nicht mehr als vier bis sechs Raupen für deinen Raupenkasten.
  • Die ersten Schmetterlinge werden etwa 8 bis 14 Tage nach der Verpuppung schlüpfen.


Mit Freude und Herzblut realisiert durch:

Rahel Schmidiger, Irene Bieri, Kathrin Bernet, Susann Blum, Viola Filliger mit geschätzter Unterstützung von Papa Papillon und der Werbeagentur MINZ in Luzern

Kontakt: raupenkasten@minz.ch